Nicht mehr nur im Klassenzimmer „Wald“ Die meisten Veranstaltungen finden im „Klassenraum Wald“ (Cappenberger und Opherdicker Wald) statt, dabei stehen Themen wie Wald und Wildnis, Ökosystem Wald, Biodiversität, Artenschutz und Waldbewirtschaftung sowie der regionale Zusammenhang mit Wald, Schloss und seiner Geschichte mit den umgebenden Städten, Nachtabenteuer, Kulturschlendern, sportliches Naturerleben, Landwirtschaft und Kulturtechniken auf dem Programm. Dies schafft Lernerfahrungen für die Zukunft z.B. über den Naturschutz vor Ort und global, aber auch über die ökologischen und sozialen Herausforderungen von Wirtschaft, Klima und Globalisierung. Nachhaltige Bildung braucht neue Lernorte Die Waldschule erschließt weitere neue Lernorte wie Quartiergärten für wöchentliche Kindergruppen und neue Bildungsorte z.B. von den wir.in.der.region-Protagonisten. Neuartig sind die Angebote an den Schulen mit Schulklassen und -gruppen. Mit den mehrteiligen Workshops „Waldschule vor Ort“, z.B. der Bau von „Kräuter-Hochbeeten aus Altholz“ werden schulpraktische und nachhaltige Themen bearbeitet. Lernen mit digitalen Medien findet Anwendung in den Handy-Rallys, die Modernes und Historisches rund um Haus Opherdicke verbinden. Hier wird Geschichte von damals erlebbar und es verknüpfen sich moderne Technik mit längst vergangenem Alltagswissen, dass heute als nachhaltiges Wissen gefragt ist. Nachhaltige Bildung braucht Werte Grundsatz aller umweltpädagogischen Angebote ist das Lernen und Erfahren mit allen Sinnen –mit Kopf, Herz und Hand, nach dem Prinzip “Nur was wir kennen, schützen wir auch“. Das Lernumfeld ist oft der Wald, die Natur oder der Garten. Die Teilnehmer sollen sich als Teil und Gestalter ihrer Umwelt begreifen und mit ihr auseinandersetzen und gehen achtsam mit Tier und Pflanze um. Sie sollen ihre eigenen Bedürfnisse kennen lernen, gleichberechtigt miteinander umgehen und sich dabei ihrer Verantwortung für den Erhalt der Lebensgrundlage künftiger Generationen bewusst werden. Sie werden befähigt, die Ursachen möglicher Umweltprobleme, z.B. die Klimaerwärmung, zuerkennen und lernen Alternativen zum Gegensteuern kennen (lokale Handlung, globale Auswirkung).Unsere Veranstaltungen haben einen fächerübergreifenden Ansatz und sind mit den Kernlehrplänen der Schulen verschränkt, sind also lehrplanorientiert. Immer wieder erfolgt durch einen Perspektivwechsel der Blick auf die weltweite Situation. Wir stellen immer einen Bezug zwischen unserer Lebenswelt und unserem Handeln und deren globale Auswirkungen her. Nachhaltige Bildung braucht Qualität Für das Ziel der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ist die ganzheitliche Bildung unter Einbeziehung sozialer, ökologischer, ökonomischer Aspekte und globaler Zusammenhänge wesentlich. Auch der Erwerb von Gestaltungs-kompetenz, d.h. von Fertigkeiten und Fähigkeiten und Wissen spielt dabei eine bedeutende Rolle. Für diese Aufgaben Konzeption und Organisation von BNE-Bildungsveranstaltungen, innovative Bildungsentwicklungen und Erschließung neuer Zielgruppen und Qualitätssicherung der Bildungsangebote sind die Ausbildung von einrichtungseigenen Waldlehrer*innen, sowie die Teilnahme an einen eigenen BNE-Fort- und Weiterbildungskonzept für die Waldlehrer*Innen und Referent*innen Voraussetzung. Durch Teilnahme an jährlichen externen (BNE)/Fortbildungen wird die Qualifizierung der Mitarbeiter*innen gefördert. Für die Qualitätssicherung werden neue BNE-Veranstaltungen entwickelt bzw. Veranstaltungen BNE-gemäß erweitert und in Bezug zu den SDG´s und den Lehrplänen gesetzt, schriftlich fixiert, evaluiert und entsprechende Materialtaschen für die Referenten entwickelt. Die Bildungsarbeit der Waldschule Cappenberg versucht so immer stärker die zukunftsorientierte Bildung für eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen, die die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen soll.

Die Waldschule Cappenberg ist als BNE-Regionalzentrum im BNE Landesnetzwerk NRW vertreten. Mehr dazu unter -> BNE-Landesnetzwerk NRW

 

 

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